Altersheim, Sozialdienst oder alternative Seniorenhilfe?
Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn die meisten Menschen machen sich, wenn überhaupt, erst relativ spät darüber Gedanken, wie es im fortgeschrittenen Alter weitergehen soll. Schließlich bezahlt man ja auch die Pflegeversicherung, und damit sollte eigentlich für alle Fälle gut vorgesorgt sein. Sie wurde extra dafür eingeführt, um die Unwägbarkeiten der Gesundheit im Alter abzusichern.
Was ist wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht?
Dafür reicht der ganz normale Spaziergang mit dem Hund, den man seit vielen Jahren jeden Morgen macht. Der treuste Freund des Menschen hat es heute morgen aber eiliger wie sonst in den nahen Wald zu kommen. Er läuft ganz aufgeregt um die Beine herum und schon verfängt man sich in der Leine und stolpert, fällt unglücklich und bricht sich den rechten Oberschenkelhals. Bei Senioren im höheren Alter eine häufiger anzutreffende Fraktur, da sich der Winkel des Oberschenkelhalses zum Oberschenkel von ca. 120° auf bis zu 110° verringert und damit weit bruchgefährdeter ist. Das gehört zur ganz normalen Veränderung des Knochenskeletts des Menschen durch das Altern.
Die plötzliche Konfrontation mit der Immobilität
Ist für jeden Menschen im ersten Moment ein Schock ähnliches Ereignis. Für Senioren ist das besonders belastend, weil sie nicht mehr so schnell regenerieren können wie in der Jugend. Das stürzt viele Senioren in eine Depression, die den Heilungsprozess zusätzlich beeinträchtigt.
Welche Hilfe ist jetzt angebracht?
Das hängt in erster Linie vom persönlichen Umfeld und den sozialen Kontakten des betroffenen Menschen ab. Außerdem spielen die Wohnungs- und Umgebungsfaktoren, z.B: wohnt der Betroffene alleine, ist die Wohnung im 5. Stock ohne Fahrstuhl, oder wohnen die Kinder in der Nähe, eine große Rolle. Nach einem etwaigen Krankenhausaufenthalt kann man daran den Unterstützungsaufwand überprüfen und einleiten.
Einen alten Baum soll man nicht verpflanzen!
Das ist grundsätzlich das oberste Gebot, denn Zuhause kennt sich der Senior am Besten aus. Hier ist nun eine aktivierende Unterstützung angesagt, damit der Betroffene sich am schnellsten rehabilitieren kann. Dazu kann es sinnvoll sein eine Seniorenhilfe mit der notwendigen Unterstützung zu beauftragen. Dabei ist darauf zu achten, dass examinierte Altenpfleger eine aktivierende Unterstützung gewährleisten. Das bedeutet für den Betroffenen eine schnellstmögliche Wiedererlangung der verlustigen Mobilität. Durch den schlechten Ruf von Alten- und Pflegeheimen begünstigt, entstehen immer mehr private Seniorenhilfen mit examinierten Altenpflegekräften. Sie arbeiten häufig ohne Pflegeschlüssel und haben für den Dienst am Menschen somit mehr Zeit.
Wolf